Valentino

 

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Valentino, dem in seiner Heimat Italien beide Augen wegen Glaukomen entfernt werden mussten, kam vor einigen Jahren zu uns. Er ist ein ganz besonderer Hund, sehr charakterstark, eben ein Hund, der nur genau das macht, was er will und nicht, was wir Menschen wollen. Mit seiner Blindheit ist er nie gut zurechtgekommen, noch immer, nach der langen Zeit, kann er sich in seiner gewohnten Umgebung bei uns schlecht orientieren. Er ist lieb, aber auch dickköpfig, was er nicht will, das will er eben nicht. Zwei Versuche, ihm ein Zuhause zu geben, sind gescheitert. Er wollte sich einfach nicht einfügen in einen anderen Tagesablauf, nein, er will in seinem Häuschen bei uns sein und ist dann zufrieden. Sein Gassigänger kommt seit vielen Monaten jeden Tag, bei jedem Wetter, geht lange mit ihm spazieren, macht kleine Ausflüge im Auto mit ihm (er liebt das Autofahren) und hätte ihn so gerne zu sich nach Hause geholt, aber das will Valentino nicht. Er wird dann sehr ungnädig und grantig, schnappt und langt auch mal zu. Tief enttäuscht brachte sein Gassigänger ihn wieder zu uns und Valentino’s Welt ist wieder in Ordnung.

Wir bemerkten seit einiger Zeit (Mai 2014), dass er nicht gut laufen kann, seine Hinterläufe knicken öfter weg, er geht geduckt und hat offensichtlich Schmerzen hat. Sein “Gassi-Mensch” fuhr mit ihm zu unserem Tierarzt, der feststellte, dass er Spondylose hat, das bereitet ihm grosse Probleme und seine Organwerte sind ganz, ganz schlecht. Er bekommt Phen-Pred, das wirkt enzündungshemmend und schmerzlindernd, sonst bleibt nicht viel zu tun für den inzwischen fast elfjährigen Valentino :-(. Wir haben nun beschlossen, keinen weiteren Vermittlungsversuch zu machen, sondern ihn bei uns zu lassen, genau, wie er das möchte. Sein Gassigänger kommt nach wie vor täglich, um sich um ihn zu kümmern. Er und wir hoffen, dass er noch einige Zeit bei uns bleiben kann.

29. Dez. 2015: Heute mussten wir Valentino gehen lassen, er hatte keine Kraft mehr.