Toyon

Toyon, der bei uns noch Balou hiess, ist vor drei Jahren bei uns abgegeben worden, weil er “die Türe verkratzte” und überhaupt schwierig sein sollte. Ein nettes Ehepaar aus Dortmund meldete sich bei uns und wollte Balou ein Zuhause geben. Jetzt hat eine Freundin von uns eine sogenannte “Nachkontrolle” gemacht und uns berichtet, wie gut es Toyon inzwischen geht. Seine Menschen haben uns den Bericht und die schönen Bilder geschickt. Wir freuen uns sehr, denn ohne diese glücklichen Momente in unserem Tierschützerleben wäre alles noch schwerer zu ertragen ...

Hallo,

gerade hatten wir Besuch. Eine nette Dame von "Menschen für Tiere Nümbrecht". Diese wollte unseren Toyon sehen und wissen, wie es ihm geht.

Toyon haben wir am 15. August 2001 aus der Pflegestelle bekommen. Er hieß damals Balou. Da er unter dem Namen aber keine guten Erfahrungen hatte sammeln können in seinem bis dahin 2-jährigen Leben, haben wir ihn umbenannt.

Er lebt seit dem zusammen mit Damien, unserem schwarzen Schäferhund (aus dem Tierheim in Dortmund) in unserem Haus in Dortmund-Neuasseln.

Sein Fell, welches wir damals abscheren lassen mußten, weil er so zerzaust und verknotet war, ist wieder schön und glänzend nachgewachsen.

Mit Damien versteht er sich jetzt echt prima. Am Anfang mußten die beiden die Rangfolge austragen, aber das ging mit dem dafür typischen Gerangel ohne schwere Verletzungen. Nun sind sie die besten Freunde und machen alles gemeinsam.

Sie teilen sich brav die Kauknochen, laufen fröhlich täglich in den Feldern um die Wette und lassen sich danach brav abduschen. Weil... wenn man so intensiv nach Mäuschen buddelt, dann ist das schon notwendig. Schließlich sind es ja keine "Schön-Wetter-Hunde" sondern solche, die jeden Tag lange durch die Felder rennen dürfen.

Hin und wieder begleiten sie uns auch, wenn wir am Reitstall unsere Pferde (natürlich auch alle aus schlechter Haltung "gerettet") versorgen und kommen mit auf Ausritte.

Sehr gern sind die beiden auch im Garten. Da steht ihr Fernseher. Gut, Menschen würden es als Kaninchenkäfig mit großem Auslauf für unsere beiden Kaninchen (auch aus dem Tierheim) bezeichnen. Aber für Damien und Toyon ist es eben der Fernseher :-)

Auf andere Hunde geht Toyon jetzt freundlich zu. Er spielt mit ihnen oder geht eben einfach wieder, wenn sie "böse" sind. Sein Verhalten Menschen gegenüber ist auch gut geworden. Ist ist zwar anfangs vorsichtig, hat aber hier gelernt, das die Leute, die zu uns kommen, "kleinen" Hundis nichts tun, außer, das man vielleicht ein Leckerchen abstauben kann und gestreichelt wird.

Fressen ist auch eines seiner Hobbies. Mit Vorliebe die von mir selbst gebackenen Hundekekse, oder auch mal eine Scheibe Brot. Wieso Damien so auf rohes Fleisch steht, kann er nicht so nachvollziehen. Eine schöne Brotscheibe findet er besser.

Kauknochen ist in Ordnung... wenn Damien diesen zuvor angeknabbert hat. Dann macht das mehr Spaß.

Er ist ein super fröhlicher und freundlicher Hund geworden und sehr zugänglich. Sein Hauptproblem ist, das wir ja ab und an mal die Schlafzimmertür zu machen... wo soll ein kleiner Hund dann nur schlafen? Gut, das sie ja wieder aufgeht und er erleichtert seufzend wieder auf seinen Lieblingsschlafplatz sinken kann.

Wir hoffen, noch viele schöne Jahre mit Toyon und Damien, Shergar (das Dülmener Wildpferd) und Excalibur (das Volllblut) und Natascha und Leonie (die Kaninchen) verbringen zu können und so viel Spaß zu haben.

Gruss aus Dortmun
d