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Polly

Update 21. 11. 2016:

Polly's Röntgenergebnisse: Beidseitige schwere HD und ein Weichteiltumor am rechten Vorderlauf, der den Knochen bereits angegriffen hat. Polly hat wirklich ganz lauf "hier" gerufen, als die Krankheiten verteilt wurden. Machen kann man da nix, sie ist, wie bekannt, schon 14 Jahre alt. Natürlich bekommt sie alle Medikamente, die ihr das Leben erleichtern und erstaunlicherweise geht es ihr gut, sogar die ersten Härchen sprießen wieder. Sie darf nun bei ihren lieben Pflegeeltern Heike und Manfred bleiben und wird nicht mehr vermittelt. Die beiden tun wirklich alles, was möglich ist, sie haben das alte Mädchen ganz fest ins Herz geschlossen. Polly ihrerseits liebt besonders ihren Manfred und liegt abends mit ihm auf der Couch. Sie ist wirklich sehr brav, Heike sagt, dass sie sich sogar meldet, wenn sie hinaus muss. Ab jetzt nur noch kleine Spaziergänge, die schafft sie locker, Heike und Manfred werden einen Buggy mitnehmen, wenn sie weiter laufen als gut für Polly ist, und Madame wird dann eben chauffiert. Die Hauptsache für sie ist, dass sie dabei ist. Wir danken Heike und Manfred von ganzem Herzen !

Update 14. 11. 2016: Jetzt hat es Polly doch erwischt, leider wurde neben dem Diabetes Insipidus nun auch noch Morbus Cushing festgestellt. Und uns geht die finanzielle Puste aus, sooo teure Medikamente braucht unser altes Mädchensmiltraurig

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Dies vorweg: Diese Hündin, eine kaum noch als eine solche zu erkennende Deutsch Drahthaar, kommt weder aus Rumänien, Ungarn, Spanien etc., nein, Polly kommt aus Deutschland, genauer gesagt, aus Windeck im Kreis Rhein-Sieg. Sie ist 14 Jahre alt und taub. Wir sind alle so fassungslos, erschüttert, wütend, wie man es vor seinem Gewissen verantworten kann, diese arme Seele so verkommen zu lassen. Wir bekamen vor ein paar Tagen den Anruf eines Freundes, der berichtete, dass die Deutsch Drahthaarhündin Polly einem Mann gehörte, der ständig im Suff (ich kann das nicht anders nennen) neben der Straße lag, und die arme Polly auf eben dieser Straße orientierungslos herumlief und x-mal beinahe überfahren worden wäre. Sie wurde jedesmal gesichert und einem Tierschutzverein im Raum Altenkirchen übergeben, das alles insgesamt viermal, so wird uns berichtet. Nun müsste man ja eigentlich davon ausgehen, dass Tierschützer, die eine Hündin in diesem Zustand bei sich aufnehmen, alles unternehmen, um dieses arme, verwahrloste, bemitleidenswerte, kranke Wesen NICHT mehr an den Besitzer zu übergeben. Aber weit gefehlt ! Jedesmal wurde Polly ihrem verantwortungslosen Besitzer wieder übergeben (ich würde ja gerne andere Worte für ihn wählen ...). Eine Tierfreundin hat den Mann vor einigen Tagen wieder einmal dort besinnungslos betrunken an der Straße liegen sehen, Polly mitgenommen und zu unserem Freund gebracht, bei dem schon sehr viele Tiere leben. Der bat uns um Hilfe, indem wir Polly bei uns aufnehmen, er werde das Veterinäramt informieren, dass Polly einmal wieder auf der Straße herumgeirrt war und einmal wieder nur knapp einem Unfall entgangen war. Und endlich hat das zuständige Veterinäramt seine Pflicht getan, Polly beschlagnahmt und uns übereignet. Polly kam heute Nachmittag zu uns, wir konnten und können es nicht fassen, in welch erbarmungswürdigen Zustand sie sich befindet, die Bilder (morgen kommen noch mehr, noch aussagekräftigere) sagen (fast) alles. Unser Freund hatte sie bereits gestern seinem Tierarzt vorgestellt, der diagnostizierte, dass sie ihr Fell wegen einer massiven Flohstichallergie verloren hat, ihre Zähne sind verfault, die Augen entzündet, das noch vorhandene Fell, besonders am Mäulchen, total verfilzt, sie läuft etwas steifbeinig. Und da ist wohl noch ein weiteres, großes Problem, wir vermuten, dass sie an Diabetes Insipidus (Wikipedia: Der Diabetes Insipidus ist eine angeborene oder erworbene Krankheit, die durch eine vermehrte Urinausscheidung (Polyurie) und ein gesteigertes Durstgefühl (Polydipsie) mit vermehrtem Trinken charakterisiert ist.) leidet, sie trinkt, trinkt, trinkt und pinkelt, pinkelt, pinkelt. Wir hatten schon einmal einen Hund mit dieser Krankheit, der genau diese Symptome zeigte. Wenn es dann diese Krankheit ist, und alles spricht dafür, wird sie mit einem entsprechenden Medikament, Minirin, behandelt, das hilft schnell. Der Tierarzt, zu dem wir mit ihr am Montagmorgen fahren, bestellt das vorsichtshalber sofort, mittags wird es dann da sein. Bis dahin bekommt sie in regelmässigen Abständen Wasser, das sie sofort komplett trinkt und gleich wieder auspinkelt oder auch erbricht. Aber trinken muss sie, wir dürfen ihr das Wasser nicht entziehen, wir müssen es eben vorsichtig portionieren. Polly ist eine ganz liebe, sanfte Hündin und hat sich bei unserem Freund mit allen anderen Hunden gut verstanden. Wir müssen jetzt auf den Tierarzttermin am Montag warten und bis dahin alles tun, um ihr das Leben wieder etwas lebenswerter zu machen. Das Futter schmeckt ihr schon mal sehr gut ...

Update 30. 10. 2016:

Video von Polly beim ersten Spaziergang

Update Anfang November:

Polly geht es gut. Ihr Diabetes Insipidus, das ist inzwischen bestätigt, wird mit dem Medikament Minirin (sehr, sehr teuer) behandelt, seitdem ist alles ok, sie trinkt normal und pinkelt normal smilfroh, die Zähne sind saniert und - wie schon vermutet - teilweise gezogen, und so sahen die aus
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Fellknubbel sind abgeschnitten. Die notwendige Narkose hat sie hervorragend verkraftet und lag dann wieder gemütlich in ihrem Körbchen.
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Nun warten wir noch auf das Ergebnis des Cushing-Tests, das vermutlich am Montag kommen wird, hoffentlich nicht auch das noch ! Sie ist ganz entspannt, geht sehr gerne mit zum Spaziergang, auch schon zu einem längeren und wird bei unseren Freunden Heike und Manfred als Pflegehund supergut betreut. Wenn die beiden arbeiten müssen, kommt sie während dieser Zeit morgens zu uns in ihr Zimmer und wird nachmittags wieder abgeholt, wir sind also quasi die HuTa smilglueck. Schauen Sie, wie entspannt unsere Omi schläft.
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Einmal pro Woche wird sie mit einem Spezialshampoo gebadet, das macht sie problemlos mit.

Nach dem Bad
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Zum Adventskaffee am Sonntag, 13. 11., kommt eine nette Journalistin der Kölnischen Rundschau und berichtet darüber und auch über unsere Polly.

 

Polly on tour am 11. 11.
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Und so sieht Polly jetzt aus (Januar 2017). Sie bleibt auf Dauer in ihrer Pflegestelle !
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