Nicky

So lange hat er gewartet, fast zwei Jahre, dann sind seine Menschen endlich gekommen.

Jetzt hat Nicky geschrieben (persönlich):


 
Hallo an alle im Heim!

Endlich lassen mich meine neuen Menschen an den Computer.

Seit Januar wohne ich nun in Birlinghoven und ich habe mich ganz gut hier eingelebt. Ich wohne in einem großen Haus mit Garten, zusammen mit einer zickigen alten neurotischen Katze und meinen Zweibeinern. Das Futter ist in Ordnung und die gehen auch oft mit mir in den Wald. Das mit dem alleinegehen haben die Menschen schon gut verstanden. Auch die Abgabe der Leckereien haben sie gelernt. Abends werde ich dann gebürstet, so stinke ich nicht mehr so, wie früher.

Spielen kann ich hier auch, nicht mit der Katze, aber dafür mit den anderen. Gegenüber wohnen
Pablo und Dolly, die Ihr auch gut kennt. Wir unternehmen oft was zusammen und haben viiiiiel Spaß.

Ich glaube meine Menschen haben mich ganz lieb, ein Leben ohne sie wäre auch ganz schön langweilig.

Die erste Grippe haben wir auch überstanden, der Arzt war nett und ich darf auch mal wiederkommen.

Ich schicke noch ein paar Fotos und komme Euch mal besuchen (das hat er inzwischen wirklich gemacht).

Bis bald (nur zu Besuch!!!!!)
Euer Nickes

Zu Nicky’s Schicksal:

Wir wurden von einer Tierfreundin informiert, dass ein Schnauzer-Mix ständig in einem dunklen Schuppen gehalten werde und nie oder ganz, ganz selten hinauskäme. Wir suchten die Leute auf und fanden “Nicky” wie beschrieben in einem dunklen, stinkenden Schuppen vor. Als Begründung für die katastrophale Haltung wurde uns gesagt, dass der Opa, der sonst mit Nicky hinausgehe, krank sei und sonst niemand Zeit dafür habe. Wir boten an: Entweder Anzeige wegen Verstoss gegen das Tierschutzgesetz oder Übereignung des Hundes an uns. Am nächsten Tag brachte man Nicky zu uns. Er wurde gebadet und geschoren, weil sein Fell vollkommen verfilzt und verschmutzt war. Zu Anfang war Nicky sehr skeptisch uns gegenüber, legte aber alle Scheu bald ab und war - trotz seiner damals 10 Jahre - ein sehr bewegungsfreudiger Hund, der an keinem Mauseloch vorübergehen konnte. Er hat lange auf seine neuen Menschen gewartet; wir denken, dass sich das Warten für ihn gelohnt hat. Es geht im prima