Marley (früher Nelli)
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Marley, die bei uns Nelli hieß, hatte das Glück, nicht lange auf ihr Zuhause warten zu müssen. Sie wohnt jetzt bei einer Familie mit schon grösseren Kindern und sie und ihre Menschen kommen prima miteinander aus.

Jetzt hat uns Marley nicht nur einfach Post geschickt, nein, sie führt Tagebuch, hier der erste Teil:

Hallo liebe Freunde von Menschen für Tiere eV.,

gerade liege ich gemütlich in meinem Hundekorb, da dachte ich mir es wäre an der Zeit, die letzten Wochen mal Revue passieren zu lassen.

Im April 2014 wurde ich aus meinem Heimatland Serbien nach Deutschland gebracht. Ich kam zu Menschen für Tiere e.V. in Köln-Ostheim. Dort bekam ich meinen eigenen Zwinger (in dem wohnte sie mit Elli zusammen), wurde untersucht und geimpft und bekam meinen eigenen Auftritt auf der Internet-Seite des Vereins. Warum konnte ich mir zu dem Zeitpunkt noch nicht erklären.

Am 24. Mai kam ich von meiner Gassi-Runde mit einer freiwilligen Helferin des Vereins da wurde ich bereits von 4 Fremden erwartet, ein Mann, eine Frau und 2 junge Menschen freuten sich mich zu sehen und gingen mit mir in meinen Zwinger damit wir uns gegenseitig kennen lernen konnten. Ich weiß nicht genau warum aber nach einer guten Stunde gingen diese Fremden wieder.

Am 29. Mai passierte etwas ungewöhnliches. Ich wurde nicht zum Gassi-Gehen abgeholt sondern wurde in das Auto des Vereins befördert und wir fuhren weg. Mir war sehr mulmig zu Mute und wir waren einige Zeit unterwegs. Nachdem das Auto anhielt führte man mich zu einem Haus. Als sich dort die Tür öffnete standen dort die 4 Fremden, die in der Woche vorher bei mir waren. Was passierte hier? Wahrscheinlich mache ich heute einen Gegenbesuch. Alles sehr komisch hier: Räume, Türen, Möbel, viele Dinge die ich noch nie vorher so gesehen hatte. Nachdem ich mit eingezogener Rute einige Runden gemacht hatte entdeckte ich einen Hundekorb, einen Futter- und einen Wassernapf, Futterbeutel und Dosen und vieles mehr. Als wenn das nicht alles ungewöhnlich genug gewesen wäre gingen nach einiger Zeit auch die Damen vom Verein weg und ließen mich mit meiner Decke und meiner Leine mit Geschirr hier. Aber ich hatte gar keine Zeit mir viele Gedanken zu machen. Die Familie beschäftigte sich mit mir, wir gingen raus auf ein großes Feld mit einer großen Wiese. Dort kamen auch noch 2 andere Leute mit Hunden hinzu, mit denen habe ich mich direkt verstanden. Nach einem aufregenden Tag habe ich mich in den Hundekorb gelegt und dort brav geschlafen.
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Am 30. Mai kam morgens der erste der Familie in das Wohnzimmer, in dem mein Hundekorb steht. Ich begrüßte ihn freundlich und wurde freundlich zurück gegrüßt. Wir gingen direkt raus und machten einen ersten Morgenspaziergang. Dabei zeigte ich mich von meiner besten Seite, ging brav bei Fuß, machte meine Geschäfte um mich in diesem Revier zu verewigen, nicht ahnend dass das scheinbar mein neues Revier sein wird. Am Mittag wurde es dann sehr komisch. Ich wurde schon wieder in ein Auto gepackt und hatte sehr viel Angst, da ich nicht wusste was passiert – schon wieder woanders hin? Die Leute hier sind doch so nett. Aber nach einiger Zeit kamen wir bei einem großen Laden an der irgendwie nur für Tiere gemacht ist. Dort bekam ich ein neues Geschirr mit passendem Halsband und Leine. Dazu noch eine Sicherung für das Auto, Spielzeug und Leckerchen und noch eine neue Decke fürs Auto. Als ich merkte, dass ich wieder mitgenommen werde war ich bei der Rückfahrt im Auto gleich viel entspannter. Am Abend gingen wir dann wieder mit den beiden anderen Hunden spazieren und ich habe wieder sehr gut geschlafen – ohne bellen, jaulen oder sonstige Dramen.

Die nächsten Tage verliefen immer ähnlich: Morgens gehen wir spazieren,
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danach bekomme ich mein erstes Futter. Mittags gehen wir auf eine sehr lange Runde die manchmal bis zu 1 ½ Stunden dauert. Zwischendurch spiele ich mit einem der Familienmitglieder die ich mittlerweile alle 4 lieb gewonnen habe. Nachmittags geht es noch mal raus und Abends gehen wir immer mit den beiden anderen Hunden spazieren. Im Haus fühle ich mich auch immer wohler – ich durchstreife das Erdgeschoss und den Garten, spiele mit meinen Spielsachen oder mache lustige Sachen mit meiner Familie. Wenn die „Sitz“ sagen und den Zeigefinger zeigen und ich mich auf mein Hinterteil setze bekomme ich ein Leckerchen. Das machen wir immer bevor wir über eine Straße gehen. Bei „Platz“ darf ich mich hinlegen und bekomme sogar dafür ein Leckerchen. Das mit dem „Pfötchen“ habe ich noch nicht ganz verstanden aber das klappt immer besser. Bald soll ich in die Hundeschule, da werde ich das bestimmt auch schnell lernen. Und ins Auto steige ich schon ein, als wenn ich nie etwas anderes gemacht hätte

Die Umgebung hier ist toll – ganz viele Felder, Wiesen, Wälder zum spazieren gehen. Nach einer kurzen Fahrt waren wir auch an einem großen Fluß, der mir aber noch nicht ganz geheuer ist. Mir geht es ganz toll, auch wenn ich wegen einer Impfung zum Tierarzt musste was mir überhaupt nicht gefiel. Aber mit viel Ansprache und Streicheleinheiten habe ich auch die Spritze schnell wieder vergessen.
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Ich freue mich schon auf die nächste Zeit hier und schreibe gerne Mal wie es hier weitergeht (wir freuen uns darauf).

Eure Marley

PS: Viel Grüße auch von meiner Familie. Wir freune uns schon auf das Sommerfest am 31.August.