Lea (früher Laletta)

Lea, die bei uns Laletta hieß, hat mit ihrem Bruder Baro und ihrem Freund Nerone (diese beiden leben glücklich bei einer lieben Freundin in der Eifel) sage und schreibe 12 lange Jahre in einem italienischen Canile gesessen und ist dort nie hinausgekommen. Sie kannte keine Wiese, natürlich keine Spaziergänge, keine Zuwendung, nur den Betonboden in ihrem Verlies.

Am 30. 09. 2012 kamen die drei zu uns und konnten es kaum fassen, wie es ist, Gras unter den Pfoten zu spüren. Sie wurden gepäppelt und gepflegt, mit gutem Futter versorgt und erholten sich schnell. Trotz all der schlechten Erfahrungen, die sie mit den Menschen gemacht hatten, waren alle drei so lieb und freundlich. Wir hatten uns eigentlich schon darauf eingerichtet, dass unsere Oldies sehr lange Zeit bei uns bleiben würden, weil erfahrungsgemäß alte Hunde schlechte Chancen auf ein Zuhause haben. Aber dann geschah es, es meldeten sich sehr nette Menschen, die eine ältere Hündin zu ihrem ebenfalls älteren Rüden suchten, und ihre Wahl fiel auf Laletta. So wohnt sie jetzt im Oberbergischen Land, heisst nun Lea und hat sich prima in ihrem Zuhause eingelebt. Ihre Menschen haben uns Bilder und sogar zwei Videos geschickt und schreiben:
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25. 10. 2012:

Lea hatte in den ersten Nächten noch etwas unruhiges Verhalten gezeigt, so dass wir uns auch schon mal für den Rest der Nacht im Raum aufs Sofa gelegt haben. Nach fast einer Woche hat sie sogar angefangen lauter zu jaulen, wenn sie sich alleine fühlte. Beides war jedoch nur eine kurze Phase. Mittlerweile fühlt sie sich scheinbar so sicher und geborgen bei uns, dass sie auch ohne ein murren nachts alleine in der Etage schläft. War anfangs auch alles noch fremd und Lea selbst dadurch oft unsicher, so zeigt sie mittlerweile durch freudiges Wedeln und entspannte Haltung von Kopf und Ohren, dass sie ihre neue Familie wohl angenommen hat.

Leider konnten wir sie noch nicht bewegen, auf etwas weichem zu schlafen. Lea legt sich gewohnheitsmäßig nur auf den harten PVC-Boden (genau wie Baro und Nerone). Aber das gibt sich ja vielleicht noch. Leider liegt sie oft dort wo am meisten Platz ist – mitten im Weg.

Treppe steigen ist mittlerweile kein Fremdwort mehr für Lea. Allerdings sollten die Treppen nicht all zu hoch oder tief sein und breit und hell. So sind 10 - 12 Stufen draußen im Hellen im Regelfall kein Problem mehr, unsere Treppe hoch in die 1. Etage wird jedoch noch konsequent verweigert.

Beim Spazierengehen werfen wir für unseren anderen Hund oft Stöckchen oder Tannenzapfen. Auf diese Wurfbewegung scheint Lea ängstlich zu reagieren und weigert sich manchmal weiter zu gehen. Gleiches geschieht, wenn wir z.B. mit beiden Hunden an der Leine gehen und diese sich regelmäßig wegen des Zickzacklaufes verheddern. Zum  „Entknoten“ muss man dann schon mal mit den Armen akrobatisch rumfurchteln oder mal mit dem Bein über die Leine steigen, damit der Knoten sich löst. Auch das führt je nach Bewegung zu Angstreaktionen bei Lea. Es ist also zu befürchten, dass ihr in ihrer Vergangenheit Schläge und Tritte widerfahren sind. Wenn wir solch eine Reaktion feststellen geben wir ihr durch aufmunterndes Streicheln und ebensolche Ansprache wieder Sicherheit, dass sie von uns nichts zu befürchten hat. Dann läuft sie meistens auch wieder normal weiter mit uns. Aber sind zuversichtlich, dass Lea auch hier noch das Vertrauen in uns finden wird, dass sie von uns nichts zu befürchten hat.

Am 05. November sollen Lea’s Zähne gemacht werden (die sind nämlich eine wahre Katastrophe, wir hatten schon einen Termin, aber Lea hatte es ja so eilig mit dem Umzugsmilfroh). Zum Abschwellen einer bestehenden Entzündung im Kieferbereich sollen wir ihr 2 x täglich Antibiotika verabreichen. Das stellte sich als richtiges Problem dar, da sie anfangs das Antibiotika selbst in Fleischwurst und Leberwurst abgelehnt hat. Mittlerweile klappt das aber auch und wir hoffen, dass die Behandlung ihr eine neue Lebensqualität bringt.

Zum Tierarzt mussten wir ja mit dem Auto fahren. Anfangs war das sehr stressig für Lea. Nach dem netten Arztbesuch und einigen Ausfahrten zu Waldspaziergängen ist sie aber schon viel entspannten bei der Fahrt. Einzig ein und Aussteigen ist wegen der Höhe noch so eine Sache. Derzeit heben wir sie da noch rein und raus.

Fressen tut sie auch sehr gut, allerdings meistens erst gegen Abend. So sind wir es allerdings auch von unseren bisherigen Hunden gewohnt. Es ist auch nicht so, dass sie frisst bis zum Umfallen und unserem anderen Hund das Futter streitig macht. Ab und an wird vielleicht mal in beiden Töpfen geräubert, aber wir können problemlos beide zusammen füttern ohne das es zu Streitigkeiten kommt.

Soviel als kurzer Überblick, wir werden sehen dass wir ein paar schöne Bilder oder Videos hinkriegen und sie Euch zukommen lassen. Bis dahin

Herzliche Grüße

Und hier und hier sind sie nun, die Videos

 

Neues von Lea (Sept. 2013)

... Insgesamt merkt man Lea das zusätzliche Lebensjahr schon an. Spaziergänge fallen ihr etwas schwerer, entsprechend werden die Runden kürzer.

Die heißen Sommertage waren dieses Jahr sehr belastend für Lea. In diesen  heißen Wochen sind wir dann oft nur frühmorgens eine ordentliche Runde gegangen, wenn es noch kühl war, und haben Lea ansonsten nur in den  Garten gelassen. Im Anhang übrigens ein seltenes Bild, auf dem beide Hunde im Garten liegen.
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Das war am 30.08. Normalerweise kommt Lea immer schnell wieder ins Haus, wenn von uns keiner mit draußen bleibt. Aber an diesem Tag war es anders, beide haben entspannt auf der Wiese  gelegen. Das andere Bild zeigt Lea auf ihrem Schattenplatz, wenn wir bei heißem Wetter draußen waren.
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Die Terrassenplatten waren meist noch schön kühl, da hat Lea es dann auch gut drauf ausgehalten unter dem  Sonnenschirm.

Ansonsten ist natürlich vieles beim alten bei Lea, sie ist interessiert und  freundlich zu anderen Hunden, lässt die Katzen der Nachbarschaft in Ruhe und beschnuppert alle Menschen, die uns beim Spazieren entgegen kommen. So kommen auch wir immer wieder mit Menschen ins Gespräch ;-)

Viele Grüße