Kito u. Anni

Kito, ein besonders liebenswerter und bescheidener Rüde, den eine befreundete Tierschützerin aus Barcelona zu uns geschickt hatte, ist vor einigen Wochen zu Freunden von uns umgezogen. Das junge Paar, das regelmässig zum Helfen zu uns kommt, hatte hin und her überlegt, wie man es anstellen kann, Kito ein Zuhause zu geben, obwohl beide berufstätig sind. Nach Rücksprache mit den Eltern der jungen Frau (Mama ist eine fleissige Helferin bei uns) stand fest, dass Kito tagsüber zu den Eltern gebracht und nachmittags wieder abgeholt wird. Er hat dort nette Hundegesellschaft und fühlt sich soooo wohl. Natürlich haben wir Kito sehr gerne vermittelt, wissen wir doch, dass wir uns um ihn nie wieder Sorgen machen müssen .

Nun hat Kito mit eigener Pfote aus seinem neuen Leben geschrieben und schöne Bilder geschickt.

Hallo Ihr Lieben,

nachdem ich jetzt schon einige Wochen in meinem neuen Zuhause lebe, wollte ich mich doch mal bei Euch melden. Wie Ihr auf den Bildern sehen könnt, geht es mir fantastisch.



Ich habe jetzt auch eine kleine Schwester, Buffy, und einen kleinen Bruder, Buddy,
und jede Menge Freundinnen und Freunde. Unter den Freundinnen sind einige ganz schön heiße Feger, für die es sich lohnt, die Spaziergänge auch schon mal auf 3 Stunden auszudehnen. Man kann sich ja bei so netten Mädels nicht hängen lassen.


Wo die besten Mäuse sind, habe ich inzwischen schon von Buffy und Buddy gelernt. Und von ihnen habe ich auch den Tipp mit dem frischen Pansen bekommen. Einfach köstlich. Ist jetzt mein neues Lieblingsgericht.

Wie Ihr Euch sicher denken könnt, habe ich mit meinem Charme alle um die Kralle gewickelt. Die ganze Familie liegt mir sozusagen zu Füßen. Und dann habe ich auch entdeckt, wie gemütlich man auf der Couch
und im Bett
liegt. Also ratet mal, wo ich am liebsten schlafe. :-) Ich lege mich dann am liebsten quer ins Bett aber Herrchen und Frauchen sagen dann immer, dass ich so zu viel Platz wegnehme und legen mich zwischen sich. Gestern habe ich die ganze Nacht zwischen den beiden geschlafen, das war vielleicht gemütlich! Frauchen erzählte jedoch am
nächsten Tag jedem, dass ich soooo laut geschnarcht habe, dass die beiden kaum einschlafen konnten, aber ich weiß gar nicht wovon sie sprach! ;-)

Ich habe mich wahnsinnig gefreut, dass inzwischen auch schon einige meiner Freundinnen und Freunde ein neues Zuhause gefunden haben und drücke auch allen anderen ganz fest die Krallen, dass sie auch demnächst zu den Glückspilzen gehören werden (wir arbeiten hart daran, Kito). Grüßt bitte alle ganz lieb von mir, besonders die Damen im Haus (ist erledigt).

Vielen Dank für alles, was ihr für mich getan habt. Ich komme Euch auch bald mal besuchen. Versprochen.

Liebe Grüße

Euer Kito

 

Anni hatte es ganz geschickt eingefädelt, ihr Traumzuhause zu finden. Unsere Freunde Alexandra und Alex, die Kito adoptiert haben, kommen regelmässig zum Helfen ins Tierheim und lernten dabei auch Anni kennen - und konnten ihr nicht widerstehen. Schnell stand fest, Anni sollte Kito’s neue Freundin werden. Der musste sich nun erst einmal daran gewöhnen, dass jetzt eine Frau im Haus ist und mit in der neuen Wohnung bei “seinen” Menschen lebt. Aber Anni hat ihm schnell klargemacht, dass da nix zu machen ist, lesen Sie selbst:

Hallo Heidi, hallo Ulla,

heute schwinge ich – Anni – das erste Mal die Kralle, um euch zu berichten, wie es mir in meinem neuen Zuhause so geht.
Erst einmal soll ich euch einen freudigen Beller als Gruß von Kito ausrichten. Ihm geht es sehr gut und mittlerweile habe ich ihn auch in mein Herz geschlossen, nachdem ich anfangs etwas skeptisch war. Aber wie würdet ihr euch fühlen, wenn ihr auf einmal von einem großen, weiß behaarten Mann abgeholt werdet und ihr jetzt „sein Mädchen“ seid ;-)

Ich wohne nun in Düsseldorf. Ich bin freipfotig über den großen Strom geschwommen, um bei meiner Mama und bei meinem Papa leben zu dürfen.

Ich habe es mir direkt mal gemütlich gemacht und Kitos Körbchen eingenommen.
FRAUEN AN DIE MACHT kann ich da nur sagen. Aber Kito macht es sich ja jetzt in meinem Körbchen „gemütlich“. Ihr müsstet mal sehen wie das aussieht.


Wenn Mama und Papa wieder zuhause sind, dann gehen wir zu dem großen Strom und dürfen auf einem Platz, der extra für mich gemacht wurde, frei laufen.

Ich lasse Kito großzügigerweise manchmal auch ein paar Minuten laufen, aber nur, weil ich mir Sorgen um seine Figur mache :-)

Und dann sind Mama und Papa immer so unverschämt und lassen noch andere Hunde auf meinen Platz. Aber denen renne ich hinterher. Sie müssen ja auch wissen, wer das Sagen hat.
Aber macht euch keine Sorgen, ich tue den anderen Hunden nichts, ich will doch nur spielen.

Wenn ich aber wieder an diesem widerspenstigen Ding, was die Menschen Leine nennen, festgemacht wurde, dann mag ich die anderen Hunde gar nicht mehr. Dann lasse ich meine zarte Stimme erklingen, um ihnen ein Ständchen vorzusingen. Manchmal sind Kito und die anderen so begeistert, dass sie voller Elan mitsingen.

Wie ihr hört, habe ich ein ganz spannendes Leben in Düsseldorf und freue mich schon darauf, euch bald mal besuchen zu kommen, um euch noch ganz viele Abenteuer von mir zu berichten.

Einen fröhlichen Pfotendruck

Eure Anni