Joana

16. April 2006:

Vielleicht erinnert der eine oder andere Besucher unserer Seite sich noch an Joana, eine Podengo portuguese-Mischlingshündin, die im November 2003 zu uns kam. Joana war ein wahres Temperamentbündel und nicht so sehr verträglich mit anderen Hunden, sie suchte sich ihre Freunde gerne selbst aus. Mit Menschen hatte die hübsche Portugiesin keine Probleme, im Gegenteil.

Endlich, nach ungefähr acht Monaten, kamen ihre Menschen und Joana zog um. Und hier sind auch endlich Bilder von ihr im neuen Zuhause. Ihre Menschen schreiben uns, dass es Joana sehr gut geht (das ist nicht zu übersehen ) und dass sie sehr viele neue Freunde gefunden und Freundschaften geschlossen hat.

Ein Histörchen aus Joana’s Zeit bei uns möchten wir Ihnen nicht vorenthalten:

Im Eingangsbereich des Tierheims ist unser ca. zwei Meter hoch eingezäunter Auslauf für die Hunde. Dort können sie ohne Leine toben und spielen, bevor es zum Spaziergang geht. Auch Joana nahm diese Gelegenheiten gerne wahr, um herumzuflitzen. Sie nahm aber immer auch Mass am Zaun, vielleicht schaffte sie es ja doch, hinüberzuspringen. An einer Seite des Auslaufs ist ein hoher Holzzaun gesetzt, dahinter befindet sich ein separater Auslauf für zwei Hunde von jemandem, der tagsüber zum Helfen in der benachbarten Hundepension war und seine Hunde, einen Rottweiler und eine Staffordshire Hündin, dort unterbrachte. Vor dem Holzzaun stand eine Hundehütte, die eigentlich keiner unserer Hunde nutzte, sie stand halt einfach dort.

Plötzlich war Joana aus dem Auslauf verschwunden, spurlos. Die Aufregung war natürlich gross, alles rannte in den nebenan gelegenen Park, um Joana zu suchen. Nichts, Joana war fort. Man hörte kein Bellen, keinen Ton. Jemand hatte die Idee, dass Joana vielleicht auf das Dach der Hundehütte gesprungen war und von dort über den Holzzaun zu den beiden Hunden gelangt sein könnte. Ein Freund stellte eine Leiter an, kletterte hoch und richtig, der Rotti, die Staff-Hündin und unsere Joana standen ganz ruhig beieinander. Uns traf beinahe der Schlag. Unser Freund blieb ganz ruhig und flüsterte “Joana, Joana”, ganz leise, um die drei Hunde nicht in Panik zu versetzen, die leicht in einer Beisserei hätte enden können. Joana kam zum Zaun und unserem Freund gelang es irgendwie, sie am Geschirr zu packen und über den Zaun zu heben. Mein lieber Mann, uns war beinahe das Herz in die Hose gerutscht. Die Hundehütte steht jetzt nicht mehr am Zaun.