Jack
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Der Deutsche Schäferhund “Jack” ist 9 1/2 Jahre alt und hat ein trauriges Schicksal hinter sich. Seine früheren Menschen hatten ein grosses Haus in Waldbröl (Oberberg. Kreis), das Jack aber nicht betreten durfte. Er hatte eine Hütte im Garten. Und das war’s.
Seit Jahren bekamen wir Anrufe von besorgten Tierfreunden, dass es dem Hund nicht gut gehe. Immer wieder sind wir diesen Meldungen nachgegangen, das zuständige Veterinäramt wurde regelmässig eingeschaltet. Jack wurde dann dem Tierarzt vorgestellt, die Rechnung für eine Blutuntersuchung durften dann wir bezahlen, da der Halter sich dazu nicht in der Lage sah. Längere Zeit hörten wir nur, dass es “dem Hund ganz gut gehe”. Ins Haus durfte er natürlich immer noch nicht, aber leider ist Aussenhaltung ja gestattet. “Er hat eine gut isolierte Hütte”, sagte uns der Halter, wovon wir uns überzeugten. Jack wurde nicht körperlich misshandelt, er wurde gefüttert, er hatte Platz im Garten, diese “gut isolierte” Hütte... aber keinerlei menschliche Zuwendung... Fremden gegenüber - uns natürlich auch - begegnete Jack unwirsch, kein Wunder, er kannte ja nur die Menschen, bei denen er lebte und bewachte deren Grundstück.
Mitte August 2005 informierte uns eine Tierfreundin, dass Jack alleine auf dem Grundstück lebe, der Halter war mit seiner Familie ausgezogen, das Haus sollte versteigert werden, Jack durfte natürlich nicht mit in die neue Wohnung. Man fuhr einmal täglich zu ihm, um ihn zu füttern. Wieder informierten wir das Veterinäramt und dieses rief uns zwei Tage später an, um zu fragen, ob wir Jack aufnehmen könnten. Der Halter hatte die Auflage bekommen, Jack anderweitig unterzubringen, damit er nicht alleine auf dem Grundstück leben musste. Alle umliegenden Tierschutzvereine bzw. Tierheime waren vom Veterinäramt gefragt worden, ob Jack aufgenommen werden könne, keiner wollte den alten, dazu schwierigen Hund haben. Uns sagte man, dass Jack am übernächsten Tag eingeschläfert werden müsse, wenn auch wir ihn nicht zu uns nehmen könnten. Jetzt hatten wir den schwarzen Peter und nahmen Jack - natürlich - bei uns auf. Uns war ganz schön mulmig, er sollte ja ziemlich schwierig sein, ausgeprägtes Territorialverhalten !
Jack kam und knurrte. Ist er in seinem Hundehaus und sitzt im Auslauf, knurrt er jeden an, der an ihm vorbeigeht. Die Leiterin unserer Tierherberge, Heidi Bolz, liess sich davon aber nicht beeindrucken, sie schnappte sich die Leine, ging in den Zwinger und kam strahlend mit Jack zurück. Kein Problem ! Es wird von Tag zu Tag besser, er freut sich, wenn es zum Spaziergang geht und hüpft dann auch schon mal vor Freude. Allerdings im Moment nur auf drei Beinen, denn das kommt noch hinzu. Jack hatte lt. früher behandelndem Tierarzt vor ca. drei Jahren einen Unfall, bei dem er angeblich auf einer glatten Fläche ausrutschte und sich am linken Hinterlauf verletzte. Natürlich wurde die Verletzung nicht geröntgt, geschweige denn behandelt. Dafür war selbstverständlich kein Geld da ! Seit drei Jahren humpelt der arme Jack auf seinem verletzten Bein. Am 23. 08. stellen wir ihn unserem Tierarzt vor, vielleicht ist ja noch etwas zu retten.
Wer hat ein Herz für den armen Jack, verbunden mit ganz viel Hundeverstand und schenkt ihm noch ein paar schöne Jahre ?
 05. September 2005:
Jack ist heute operiert worden. Die Röntgenaufnahmen hatten ergeben, dass seine Hüfte gebrochen war ! Jack musste sich drei Jahre lang mit einer gebrochenen Hüfte quälen, man stelle sich diese unerträglichen Schmerzen vor. Kein Wunder, dass er so griesgrämig geworden ist. Der Tierarzt hat die zertrümmerte Kugel entfernt, da war nichts mehr zu reparieren. Wir hoffen, dass Jack nach Abschluss des Heilungsprozesses wieder - zumindest relativ - schmerzfrei laufen kann. Die Operation jedenfalls ist gut verlaufen, er bekommt im Moment noch Antibiotika und ein Schmerzmittel und kann natürlich vorerst nur ganz kleine Spaziergänge machen. In 10 Tagen werden die Fäden gezogen.
Leider wird die Operation unsere ohnehin schon leere Kasse mit zusätzlich ca. 450 Euro belasten. Wir wären so dankbar, wenn uns vielleicht der eine oder andere ein wenig bei der Bezahlung helfen und einen kleinen Betrag spenden würde. Wir sind als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannt und können Zuwendungsbescheinigungen ausstellen. Bitte geben Sie dafür Ihren Namen und Ihre Anschrift an, wenn Sie uns helfen möchten. Jack und wir danken herzlich im voraus.
Natürlich halten wir Sie über die Fortschritte von Jack auf dem laufenden.
Spendenkonto: 474 632 202, BLZ 371 600 87, Kölner Bank, Verwendungszweck “OP Jack”.
Und damit wir nur ja nicht zur Ruhe kommen, haben wir einen zweiten schlimmen Notfall, unsere Asa

10. 09. 2005:
Die Wunde verheilt gut, Jack ist sehr brav und lässt die Narbe in Ruhe, das erspart ihm den Halskragen. Ganz, ganz vorsichtig setzt er ab und zu die Pfote leicht auf :-)
16. 09. 2005:
Die Fäden sind heute gezogen worden, die Narbe ist sehr gut verheilt. Und von Tag zu Tag belastet Jack die Pfote mehr. Er ist jetzt viel besser gelaunt und lässt sich mit Wonne kraulen, knuddeln und auch kämmen.
 

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Nach fast einem Jahr bei uns hat Jack, inzwischen fast 11 Jahre alt, die Kraft verlassen. Er wollte nicht mehr essen, nicht mehr aufstehen, nicht mehr spazierengehen. Nachdem unser Tierarzt alles versucht hatte, ihn wieder auf die Beine zu bringen, hat Jack am 21. Juni 2006 aufgegeben. Seine Freundin Heidi hat ihn bis zum Schluss auf seinem Weg über die Regenbogenbrücke begleitet. Wir haben ihn neben unseren Schätzchen Hedda und Asa auf dem Tierfriedhof in Köln begraben und wünschen ihm ein viel besseres Leben dort oben.