Fine

Wir haben Post von Finchen’s Menschen bekommen (und da kullert schon einmal die eine oder andere Träne, wenn wir sehen, wie gut es ihr geht)

Vielen Dank für die Einladung zum "ritterlichen Mahl". Leider können wir nicht kommen, da der Monat Dezember bei uns eine einzige Aneinanderreihung von Geburtstagen, Namenstagen, Weihnachtsfeiern und sonstigen Festivitäten ist.
Ich finde die Idee klasse, dass der Erlös den Tieren zu Gute kommt.
Oft kann man damit das Leid das einige Tiere erfahren haben zwar nicht mehr gut machen, aber es hilft den Tieren im Heim den Aufenthalt zumindest zu angenehm wie möglich zu machen. Ich kann bis heute nicht begreifen was diese "Individuen" (denn Menschen kann man die wohl nicht nennen) der Podenco Hündin (oder war es ein Rüde? (das ist der Rüde Angelo) angetan haben.
Bei unseren Spaziergängen mit Fine treffen wir uns häufig mit anderen Hundebesitzern und dort hört man ähnliche Geschichten, die diesen Leuten dann zu Ohren gekommen sind.
Obwohl wir nicht kommen können, würden wir gerne eine Kleinigkeit für das Tierheim geben, damit die anderen Tiere, die nicht oder noch nicht zu den Glückspilzen gehören es gut haben. Falls es ein Spendenkonto gibt, würden wir eine Kleinigkeit überweisen. Ich denke jedes Bisschen hilft.
Über einen Besuch von Ihnen und der "Spaziergehdame" von Fine würden wir uns auch sehr freuen.

Was Fine angeht, können wir uns ein Leben ohne sie nicht mehr vorstellen. Sie hat sich prächtig eingelebt und geht mittlerweile schon sehr selbstbewußt mit uns durch die Siedlung spazieren, obwohl es dort von Leuten, Autos und anderen angsteinflößenden Dingen nur so wimmelt - ich denke Fine hat auch deswegen Spaß daran gefunden, weil wir natürlich bei unseren Spaziergängen viele Leute mit Hund treffen. Am liebsten geht sie natürlich in den Feldern und Wiesen hinter der Siedlung spazieren.
In der Familie hat sie sich sehr gut eingefunden. Zu manchen Menschen entwickelt sie witzigerweise spontan eine sehr gute Beziehung, bei anderen dauert es eben etwas länger.
Wir haben viel Spaß mit ihr, besonders wenn wir dann mal herumtollen. Erste Befehle wie das heranrufen, Sitz, Platz, Pfui und links, rechts (für's Links und Rechts - auf dem Bürgersteig gehen) klappen schon sehr gut.
Beim Futter sind wir von Rinti auf Pedigree ungestiegen, das liebt sie absolut. Josera oder besser gesagt Trockenfutter mag sie gar nicht. Wir mischen es aber immer mit dem Weichfutter, weil wir es für eine wichtige Nahrungsergänzung halten.
Das mit dem Sofa, dem Bett und der Treppe gestaltet sich noch schwierig. Fine ist absolut smart und testet jedesmal ob eine Tür auch wirklich abgeschlossen ist und unser "Bettlaken-Hindernis" für die Treppe wurde schon auf die abenteuerlichste Weise umgangen.(Ja, ja, wir vermitteln nur clevere Hunde ) Obwohl wir nun Treppe und ein paar Türen mal nachschleifen lassen müssen, sind wir nicht böse. Wenn Fine dann unterwürfig oder mit dem "iiich, ich war das nicht - nö das war bestimmt jemand anderes" - Blick ankommt, dann kann man ihr einfach nicht böse sein. Das gehört wohl einfach dazu.
Obwohl Fine sehr fotoscheu ist gelingt uns ab und zu mal ein Schnappschuss. Einen habe ich wieder angehängt.

So, genug erzählt nun wünschen, Fine, Sandra und Michael ein wunderschönes Weihnachtsfest für sie, die Kollegin in Ostheim und natürlich für die Tiere.

Alles Gute
Fine, Sandra und Michael
 

Wunderbare Nachrichten und Bilder von Finchen (Feb. 2005)

Fine geht es prächtig. Die langen Spaziergänge in den Feldern tun ihr sehr gut. Mittlerweile probieren wir auch immer wieder mal das Spazieren ohne Leine. Manchmal klappt dies perfekt. Manchmal geht Finchen aber auch ihre eignen Wege. Sie kommt dann zwar immer nach kurzer Zeit hinterher aber das Herbeirufen ist dann schon mal schwierig. Aber auch das kriegen wir hin. Auch das "Bei-Fuß-Gehen" üben wir schon fleißig. Da wir ihr all diese Dinge über das Prinzip der positiven Verstärkung beibringen, hat sie dabei sehr viel Spaß. So kann man sich nämlich viele Leckerlies nebenbei verdienen ;-)
Wir freuen uns mittlerweile schon die ganze Woche auf die ausgedehnten Spaziergänge am Wochenende. Wasserscheu kennt Fine dabei nicht. Selbst bei eisigen Temperaturen tapert sie gerne schon mal in der Wurm (ein kleiner Fluß in den Feldern hinter dem Wohngebiet) herum. Flüsse und Bäche werden erst mal alle getestet. Dementsprechend sieht die junge Dame danach dann auch aus. Dann kommt es schon mal vor, daß wir sie unter die Dusche stecken, damit wir wieder etwas von dem ursprünglichen Fell sehen ;-)
Duschen mag sie allerdings nicht so gerne. Wenn es in Richtung Dusche geht, dann klebt meist der Hintern am Boden fest. Da wir aber warmes Wasser dazu verwenden läßt sie es einfach über sich ergehen.
Ab und zu kommt meine Schwester mit Sam, einem etwa 10jährigen Bordercollie, zum Spazierengehen vorbei und wir machen dann eine gemeinsame Runde durch die Felder. Sam ist dabei der ruhende Pol (ist ja auch schon etwas älter) und Fine kreist in der Regel wie ein Satellit um ihn herum. Manchmal ganz schön anstrengend für den armen Sam ;-) Auf diese Touren freut sich Fine aber immer besonders. Fine hat auch ansonsten schon sehr viele Hundefreunde gefunden. Leider reagiert ihre große Liebe - ein stattlicher Golden Retriever - etwas allergisch auf Fine. Er ist aber bisher die einzige Ausnahme. Mit ihrem wilden Spieltrieb tun sich zwar einige Hunde etwas schwer (vor allem die etwas älteren Hunde) aber sie wird allseits akzeptiert. Wir bekommen ständig Lob, was wir doch für einen tollen Hund hätten. Das wußten wir zwar auch vorher schon, aber es macht uns auch zusätzlich ganz schön stolz.
Vor 3 Wochen waren wir mit Fine und Freunden im Hohen Venn in der Eifel. Da es dort eine Million aufregender neuer Dinge zu sehen gab (insbesondere sehr sehr viele Bäche ;-) ) war Fine total begeistert und hat die über 1-stündige Fahrt gerne in Kauf genommen.
Die einzig schwierige Situation die wir bisher mit Fine durchstehen mußten war Silvester. Ich weiß, daß viele Hunde sich an diesem Tag bzw. den Tagen um Silvester nicht sehr wohl fühlen oder Angst haben, aber bei Fine war das schiere Panik. Aber auch das haben wir gemeinsam gemeistert.
 
Fine hat ansonsten im Moment 3 Schlafplätze.
1. Ihr Körbchen in der Küche - wird nur tagsüber ab und zu mal genutzt.
2. Ihr Sofa auf der Galerie (inkl. altem Plumeau) - wird in der Nacht genutzt
3. Ein altes Plumeau in einer Ecke unseres Schlafzimmers - wird meist in den Morgenstunden frequentiert
 
In der Woche ist die junge Dame manchmal noch schlafmütziger als wir und wir müssen sie aus dem Bettchen schmeißen. Am Wochenende ist es dafür dann umgekehrt und man wird schon mal mit einem feuchten Schmatzer darauf hingewiesen, daß doch die frühen Morgenstunden die schönsten sind um einen Spaziergang zu wagen.
 
Wir haben letztes Jahr das Kanuwandern als Hobby für uns entdeckt und überlegen gerade, ob wir uns nicht bald ein eigenes Kajak zulegen und auf Flußwandertour gehen. Wir haben uns extra ein Modell ausgeguckt, was baulich so gestaltet ist, daß wir Fine darin angenehm (für Fine) mitnehmen können. Wenn es soweit ist, werde ich mal wieder berichten.
 
Einen ständigen Hausbegleiter hat Finchen mittlerweile auch. Wir haben ihr ein kleines schwarzes Stoff-Schaf geschenkt. Das trägt sie immer mit sich rum und benutzt es auch gerne als Kauvorlage.
 
So nun wünschen wir Ihnen und den Kolleg(inn)en ein schönes Wochenende und wie gesagt, Sie sind weiterhin herzlich eingeladen Fine zu besuchen.
 
Viele Grüße von Fine, Sandra & Michael
 

Jetzt spring ich hinein

Und hier wieder ein Brief von unserer heissgeliebten Fine (September 2005):

Hallo,

ich wollte mal wieder Neuigkeiten von Fine durchgeben. Fine geht es soweit gut. Während Ihres Besuches hat sie sich ja sehr gut benommen. Nachdem sie uns verlassen hatten, hat sich bei ihr dann ein kleiner Schalter umgelegt und sie hat mal wieder ihre Grenzen ausgetestet. Durch die offene Tür ging es gleich ab in den nächsten Bach und dieser wurde dann erst einmal rauf und runter durchpflügt. Zurück kam dann ein schwarzer Hund der nicht unserer sein konnte, denn unsere Fine ist ja rot-braun. ;-)
Nach einer schönen langen Duschpartie konnten wir dann feststellen - doch, doch, - dieser schwarze Hund war tatsächlich unsere Fine.

Finchen ist selbstbewußter denn je und hat in Chico (einem Chihuahua aus der Nachbarschaft) einen ständigen Spazierbegleiter gefunden.
Zwischenzeitlich haben wir auch alle Impfungen auffrischen lassen.
Finchen will immer im Mittelpunkt stehen und meldet sich lautstark zu Wort wenn man ihr keine Beachtung schenkt. Wenn sie nicht als erste begrüßt wird wenn ich nach Hause komme, dann zwackt sie einem schonmal in den Po oder den Oberschenkel um sich Aufmerksamkeit zu verschaffen. Ich umgehe diese Problematik meistens dadaurch, dass ich beide Damen gleichzeitig begrüße ;-)
Fine mag es ab und zu auch mal wild herumzutollen und sich auszutoben. Dass machen wir beide dann meistens auf unserer Galerie. Mittlerweile ist im Wohnzimmer ein offener Kamin hinzugekommen und Fine wartet schon ganz gespannt auf das erste Feuer im Kamin.
Wir können sie mittlerweile auch bei einem Nachbarspärchen (Herrchen und Frauchen von Chico) abgeben wenn wir mal alleine weg müssen. An die 3 hat sie sich gewöhnt und neben meiner Mutter ist es eine örtlich nahe Alternative.

Fine lernt fast wöchentlich neue Hundekollegen kennen und zeigt keine Scheu. Leider hat sie dabei gestern eine sehr unangenehme Erfahrung gemacht. Ein "Riesenkalb" (ich kenne die Rasse nicht) aus der Nachbarschaft hat sie aus Eifersucht gebissen. Fine hat zwar die Gefahr erkannt und wollte noch fliehen, leider zu spät. Sie mußte dafür auf eine hohe Mauer springen und dies schafft sie nur mit einer kleinen Verzögerung um sich hochzuhieven. Derweil hatte das Kalb schon zugebissen und sie am Po erwischt. Zurück blieb eine nett blutende Wunde. Fine hat sich dann brav verarzten lassen. Die Rolle der Leidenden gefiel ihr wohl ganz gut, nur die verschiedenen Mittelchen die so zur Anwendung kamen waren ihr nicht geheuer. Wir haben die Wunde desinfiziert und hoffen, dass sich nichts entzündet.
Etwas traumatisiert wich Fine uns den gestrigen Tag nicht mehr von der Seite. Selbst nachts kam sie zu uns ins Bett.
Aber auch das wird sie bestimmt überstehen.

Vor einigen Wochen haben wir einen Hunde-Anhänger gekauft, um auch einmal längere Fahrradtouren mit ihr machen zu können. Nach etwa 15 km ist Fine ansonsten immer erstmal fix und foxi und sie bekommt Probleme mit ihrem rechten Hinterlauf. Hat eine Weile gedauert, aber so langsam gewöhnt sie sich an den Anhänger, besonders wenn sie müde ist. Allerdings habe ich nach der ersten Tour Fine auf Diät gesetzt, denn 35 kg (Anhänger+Fine) hinter sich herzuziehen ist ganz schön anstrengend ;-)

Im Sommer haben wir auch ihre Seetauglichkeit geprüft - in einem Schlauchboot. Das hat ihr einen Heidenspaß gemacht. Vor etwa 4 Wochen haben wir wieder eine Wandertour gemacht und Fine mitgenommen. Zusammen mit Freunden und Nachbarn sind wir in die luxemburgische Schweiz gefahren und haben dort eine 4-stündige Wanderung unternommen. Fine hats gefallen obwohl da keine Bäche waren ;-).



Viele Grüße an alle,
Fine, Sandra & Michael
 

Fine mit ihrem Freund Chico

Finchen’s Menschen haben uns neue Bilder geschickt. Wir freuen uns jedesmal, wenn wir von Fine hören (Fine weiss, warum )

März 2006:
Hallo, anbei mal wieder Bilder und Nachrichten von unserem Finchen. Fine geht es nach wie vor prächtig und sie hält uns mächtig auf Trab. Obwohl wir uns ja geschworen hatten, dass Fine nicht in unser Bett darf, wachen wir ab und zu schonmal morgens auf und haben eine braun befellte "Wärmflasche" auf unseren Füßen liegen. Wie schon immer schläft Fine gerne aber dafür viel (wie man auf den Fotos sehen kann ;-) ) - schmeißt uns aber am Wochenende regelmäßig und rigoros gegen 7 Uhr aus dem Bett. Ich habe langsam das Gefühl nicht wir erziehen Fine, sondern Fine uns - nein, Spaß beiseite, sie darf zwar viel aber sie hört trotzdem sehr gut auf unsere Befehle. Fine und ihr Freund Chico sind mittlerweile wie ein altes Ehepaar. Kein anderer Hund darf dem jeweils anderem zu nahe kommen. Fine und Chico fahren sogar gemeinsam (jeweils mit Herrchen und Frauchen) in Urlaub nach Istrien - also fast in Fines alte Heimat. Nächstes Wochenende fahren wir wieder gemeinsam auf Wandertour in die Eifel. So jetzt muß ich wieder ran an die Arbeit. Viele Grüße von Fine, Sandra und Michael an das Tierheim in Nümbrecht und Köln-Ostheim.

Für Fine alles nur vom Feinsten !

August 2008:

Nach längerer Pause hat uns Finchen geschrieben. Wir sind sehr froh, dass es ihr gut geht und haben uns besonders über dieses Bild gefreut
Fine schreibt:

Hallo liebe Leute vom Tierheim Nümbrecht und Köln-Ostheim,

nach langer Zeit gibt es mal wieder einen Lagebericht von Finchen aus Heinsberg. Nach fast vier Jahren hier in Heinsberg habe ich das Revier fest in der Hand und fast täglich lerne ich neue Hundefreunde kennen. Natürlich gibt es ein paar spezielle Freunde die ich besonders lieb gewonnen habe, so zum Beispiel Cora, eine Husky-Labrador-Mischlingsdame von gegenüber. Jetzt im Sommer stehen auch wieder viele und ausgiebige Touren durch die Felder hinter unserem Wohngebiet an. Herrchen und Frauchen machen, zu meinem Leidwesen, auch gerne mal eine Fahrradtour mit mir, nach der mir jedes Mal die Pfoten qualmen. Man wird halt nicht jünger, gell.

Mittlerweile habe ich auch großen Spaß daran gefunden mit Herrchen und Frauchen Flusswandertouren auf „meinem“ Kajak zu machen. Wie auch im restlichen Alltag, habe ich auf dem Boot das Sagen und bin der Kapitän. Manchmal stehe ich sogar als Galionsfigur auf dem Bug des Bootes. Es ist eine schöne und unstressige Art sich fortzubewegen die die Pfoten schont und wenn ich Lust hab kann ich mich im kühlen Flusswasser abkühlen. Allerdings mache ich das nur selten, denn Wasser ist ein Element dem ich noch nicht ganz traue und ich dann ja schwimmen muss – Hölle ist das anstrengend! Auch bin ich jetzt schon viel in Deutschland und angrenzenden Ländern rumgekommen. Neben der holländischen Nordseeküste, Greetsiel (an der deutschen Nordseeküste), der Insel Neuwerk, den Maasplassen in Holland, Luxemburg und dem Hohen Venn in Belgien kenne ich durch die ausgedehnten Wandertouren von Herrchen und Frauchen mittlerweile bereits jeden Baum in der Eifel. Am Ende solcher Tagestouren bin ich dann immer ganz k.o., da ich die Länge der Touren nicht kenne und mich dann immer schon am Anfang der Tour verausgabe. Ich genieße dann meist dösend die Rückfahrt im Auto und Pflege meine ach so geplagten Pfoten.

Den Schelm in mir habe ich aber noch nicht ganz abgelegt (siehe auch angehängtes Foto) – auch wenn ich älter geworden bin – insbesondere wenn die hyperaktive Cora zu Besuch ist gehen oftmals mit uns die „Pferde“ durch und wir machen uns mal für eine Stunde oder so in den Feldern selbstständig. Sehr zum Leidwesen von Herrchen und Frauchen. Vor Gesundheit strotze ich nur so, letztens habe ich sogar Zahnpflege vom Tierarzt höchstpersönlich bekommen.

So jetzt muss ich mal wieder meine „Leinenhalter“ aus dem Bett schmeißen damit wir heute noch was unternehmen. Viele Grüße an alle Leute aus dem Tierheim und alle Hundekollegen aus dem Tierheim, besonders an Fleur, ich habe gesehen die Arme hat immer noch kein neues Zuhause gefunden. Ich drücke alle Pfoten.

Anbei noch ein Foto an meinem Haus- und Hof-Fluß, der Wurm.

Viele Grüße von Finchen und Hundeeltern aus Heinsberg !