Bolle

Wir wurden von einem anderen Tierschutzverein gebeten, einen Labrador-Rüden, der in einer französischen Tötung saß und dessen “Termin” schon feststand, bei uns aufzunehmen. Es war gerade ein Plätzchen frei, und so kam Bolle zu uns. Sehr groß, sehr schwarz, sehr lieb, nicht mehr ganz jung ... Das würde dauern, bis er ein Zuhause finden würde, so dachten wir. Aber das Schicksal wollte es anders für diesen Hund, ein netter Mann kam, um Bolle kennenzulernen und war hin und weg. Bolle und kein anderer sollte es sein. Am nächsten Tag kam auch das neue Frauchen zu Besuch, dann war die Entscheidung perfekt, Bolle sollte bei ihnen einziehen. So schnell wie möglich brachten wir ihn in sein neues Zuhause in Köln, dort wohnt er in der Nähe des Rheins, was ihm als Labbi natürlich besonders recht ist. Er gehorcht seinem Herrchen aufs Wort, läuft unangeleint und hat mit keinem anderen Hund Probleme, im Gegenteil, er mag sie alle.
Wenn die beiden Richtung Rhein gehen, wird Bolle gaaanz unauffällig immer ein wenig schneller, schaut sich um, aha, Herrchen ist noch da, legt wieder eine Gangart zu, schaut sich wieder um, noch ein paar Schritte schneller und zack, ist er im Wasser.

Er fährt mit seinen Menschen zum Camping,
hat dort als Hund von Welt natürlich seinen eigenen Liegestuhl
und genießt sein neues Leben.
Frauchen hat ihre beiden Männer unbemerkt beim Mittagsschläfchen fotografiert :-)